<Schmerzgrenze> veranstaltet Partys im Bereich der "schwarzen Elektro-Szene" mit dem Schwerpunkt Industrial.

<Schmerzgrenze> hat sich 2002 zusammengefunden um den schon seit Jahren laufenden Industrieller Zerfall und Cthulhu Night Partys zusammen mit der neuen Somatom Party eine geschlossene Erscheinungsplattform zu geben. Gleichzeitig ist damit ein Punkt definiert worden, der Ursprung für Aktivitäten ist, die über die Veranstaltung von Partys hinaus geht.

<Schmerzgrenze> steht für den Versuch in der Szene kritische Gedanken wach zu
halten und mit kontroversen Positionen zu provozieren....

Z.B. war ein Merkmal früher Industrial- Aktivitäten eine intensive und sehr kritische Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz - oft im Hinblick auf die Gesellschaft. Über vordergründige soziologische oder politische Aspekte hinweg ist der Fokus auf das gerichtet worden, was sich un- oder wenig bewusst "in den Köpfen" tut. Um Menschen direkt und unmittelbar auf dieser Ebene zu erreichen wurden für Aktionen gezielt Konventionen gesprengt, Normen und bürgerliche Wertmodelle attackiert. Das Publikum wurde in einen Strudel aus Reizüberflutung, Provokation negativer Emotionen und Konfrontation mit gleichermaßen unerwarteten wie unangenehmen Dingen gerissen. Es wurden Grenzen überschritten - meist Schmerzgrenzen...
Neben dieser inhaltlichen Ausrichtung waren viele Aktionen durch eine Kombination verschiedener Ausdrucksformen geprägt. Theatralische Elemente, Installationen, Film und Foto haben die musikalischen Darbietungen mehr als nur unterstützt um an und über Grenzen zu gelangen.

Von diesen ursprünglichen Ideen ist heute in der Szene wenig zu finden. Vielmehr scheinen sich derzeit primäre Identifikationsmerkmale und Selbstverständnis zunehmend auf spezifische Klangstrukturen und gewisse Dresscodes zu reduzieren. Natürlich ist beides schon immer wichtig gewesen - aber ohne weitere Elemente ist die Szene verurteilt zur Moderichtung zu degenerieren. Der Anspruch eine Subkultur zu bilden, bedeutet mehr als hin und wieder in einer Gruppe gleich gestylt Menschen die immer wieder gleiche Musik zu hören.

<Schmerzgrenze> bietet auf einigen Partys zusätzliche Performance-Aktionen, Exponate oder Installationen. Damit wird versucht Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten, die über Mode oder "Lifestyle" Aspekte hinaus gehen.

<Schmerzgrenze> sieht sich nicht als politischen Agitator, grenzt sich aber mit Nachdruck von allen rechten Strömungen ab.

<Schmerzgrenze> hat keine kommerziellen Interessen.

<Schmerzgrenze> ist ein Team aus drei Leuten.

<Schmerzgrenze> ist offen für Impulse von außen.

Dagmar, Norbert und Alex

Helferteam