Auf einer Fläche von rund 4,5m² sind umfangreiche Diagramme und Schemata zu erken-nen. Bei erster Betrachtung denken viele Beobachter an die Darstellung eines sehr kom-plexen technischen Vorgangs wie etwa die Wiedergabe der Prozesse einer ausgedehnten Software oder die Analyse einer großen Maschine oder Fabrikationsanlage.

Was allerdings wirklich gezeigt wird sind Vorgänge, die sich in sehr kleinem Maßstab abspie-len: es geht um die biochemischen Stoffwechselvorgänge in einzelnen Zellen, wie sie mil-liardenfach in jedem Menschen ablaufen.

Im Handschuhkasten ist eine radioktive Substanz vor einem Detektor für Radioak-tivität montiert. Der Abstand zwischen der strahlenden Substanz und dem Detektor kann durch Verschieben des Gehäuses, in dem sich die Substanz befindet, variiert werden. Die radioaktive Substanz sendet Strahlung in Form von "Gamma-Quanten" aus. Diese sind in ihrer Natur dem Licht und Röntgenstrahlen ähnlich, besitzen aber eine ungleich höhere Energie.
Treten solche Quanten durch den Detektor, so wird dies durch das Aufblitzen einer hellen Lampe angezeigt. Gleichzeitig werden die registrierten Impulse gezählt und ein Vergleichswert (Äquivalent-Dosisleistung [µSv/h]) berechnet und angezeigt. Es sind zwei Eigenschaften Radiaktiver Strahlung sichtbar:
1) Das Auftreten von Strahlungs-Quanten ist zufällig und völlig unregelmäßig.
2) Wird der Abstand zwischen Detektor und radioaktiver Substanz halbiert, wird im Detektor viermal mehr Strahlung registriert.

Die "natürliche" Strahlung beträgt in der BRD im Mittel rund 0,27µSv/h. In einem Abstand von 4mm vor dem Strahlenaustritt der radioaktiver Substanz kann ein Wert von 2,2µSv/h gemessen werden. Dabei registriert der Detektor rund 2 Quanten pro Sekunde. Außerhalb des Handschuhkastens ist keine erhöhte Radioaktivität nachweisbar.

Menschen, die beruflich mit Radioaktivität arbeiten, dürfen eine Äquivalent-Dosisleistung von 50000µSv pro Jahr ausgesetzt sein. Wenn man von 216 Arbeitstagen pro Jahr ausgeht und von 7 Stunden, die man pro Arbeitstag Radioaktivität ausgesetzt ist, ergibt das für diese Zeit eine Dosisleistung von über 33µSv/h. Das ist das 15-fache der Strahlung, die in der Handschuhbox den Detektor mit 2 Impulsen pro Sekunde deutlich ansprechen lässt.

Bei dem Tschernobyl GAU 1986 wurden einzelne Menschen mit Dosen über 5000000µSv belastet. Es sei damit daran erinnert, dass Tschernobyl ist kein historisches Ereignis ist, das abgeschlossen in der Vergangenheit liegt. Eine deutlich erhöhte Sterblichkeit, z.B. infolge von Karzinomen, überschattet auch heute noch das Leben der Menschen in Weißrussland und wird auch in Zukunft noch viele hundert Opfer fordern.

 

 

Grundriss Knabenschule grosser Keller
Biochemical Pathway

Übersicht zur Anordnung der Exponate:
- Biochemical Pathway
- Handschuhkasten
- Frame 1 Lavastein
- Frame 2 Cyborg-Hund
- Frame 3 Plasmagenerator
- PVC-Käfig

Exponate
1 .... 2 .... 3

Handschuhkasten

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